Katja Roden
Malerei und Zeichnung

Ein riesiges Paket...

... Filzstifte in scheinbar hundert unterschiedlichen Farben: Dieses Geschenk meines Onkels ist mir bis heute in Erinnerung geblieben. Farben haben mich seitdem stets begleitet; zunächst bei Zeichnungen und Tuschearbeiten im Kleinformat, seit einigen Jahren auch bei der Acrylmalerei im zunehmend größeren Format.

Die Basis meiner Acrylmalerei ist die Abstraktion, die aus einem freien, ungerichteten Farbauftrag entsteht. Spontan entstandene Flächen und Linien führen zu figürlichen und landschaftlichen Assoziationen. In weiteren Schichten, lasierend und pastos aufgetragen, entwickeln sich Raum und Figur. Details kristallisieren sich heraus, formen sich zu scheinbar bekannten Figuren und Mustern, um an anderer Stelle wieder mit dem Hintergrund zu verschmelzen und sich in weiteren Bildelementen aufzulösen. Unter der Oberfläche bleiben die verschiedenen Malebenen sichtbar und verbinden sich zu immer neuen Bildwelten. 

Auf diese Weise entstehen vielschichtige Bilder, die nicht logischen Kriterien folgen, sondern den Betrachter in eine Welt der Phantasie und Träume entführen. Eingeladen, die scheinbare Gewissheit der Sehgewohnheiten zu verlassen, eröffnet sich ein Raum für persönliche Assoziationen, die immer wieder neu und überraschend vom Individuum und dessen aktueller Stimmung abhängen. Fernab unserer funktionalen und rationalen Welt weitet sich der Blick für das Unbegreifliche und Verborgene, das den Wesen ihre Seele verleiht.

Für meine Arbeiten in Mischtechnik (MixedMedia) werden unterschiedliche Materialien wie Asche, Sand, Pigmente, Gesteinsmehle, Kaffee oder Kohle kombiniert und mit hochwertigen Mal- und Zeichenmaterialien wie Acrylfarben, Tuschen, Wachsstiften und Buntstiften ergänzt. Auch hier entstehen die Werke schichtweise und erhalten durch die strukturgebenden Materialien eine besondere Stofflichkeit und Haptik. Die Oberfläche wird plastisch, das einfallende Licht eine Teil der Bildwirkung. Die zum Teil langen Trocknungszeiten entschleunigen den Malprozess, häufig entstehen mehrere Werke parallel. Die sich verändernde Bildstruktur - teilweise gesteuert, teilweise vom Zufall beeinflusst - verlangt dabei immer wieder eine neue und kreative Auseinandersetzung mit dem entstehenden Werk. Auch bei dieser Werkgruppe entsteht ein spannender Dialog zwischen abstrakten Bildelementen und figürlicher Assoziation, die stets nur Kristallisationspunkt sind für die persönliche Imagination des Betrachters.

Hier zeige ich einen Ausschnitt meiner Arbeiten, weitere Originale können gerne in meinem Atelier angesehen werden.

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Online-Ausstellung in Corona-Zeiten der Künstlergruppe AMorph, Bonn

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